Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Bayer-Konzern

Ertragslage Bayer-Konzern

Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)

 

 

Q4 2015

Q4 2016

Verän­derung

 

2015

2016

Verän­derung

 

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

Vorjahreswerte angepasst

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.

Umsatzerlöse

 

11.285

11.820

4,7

 

46.085

46.769

1,5

Herstellungskosten

 

5.397

5.395

0,0

 

21.040

20.295

−3,5

Vertriebskosten

 

3.320

3.537

6,5

 

12.272

12.474

1,6

Forschungs- und Entwicklungskosten

 

1.256

1.313

4,5

 

4.274

4.666

9,2

Allgemeine Verwaltungskosten

 

566

685

21,0

 

2.092

2.256

7,8

Sonstige betriebliche Aufwendungen (−) und Erträge (+)

 

175

−101

 

 

−166

−36

−78,3

EBIT1

 

921

789

−14,3

 

6.241

7.042

12,8

Finanzergebnis

 

−164

−252

53,7

 

−1.005

−1.155

14,9

Ergebnis vor Ertragsteuern

 

757

537

−29,1

 

5.236

5.887

12,4

Ertragsteuern

 

−166

−119

−28,3

 

−1.223

−1.329

8,7

Ergebnis nach Ertragsteuern (gesamt)

 

583

507

−13,0

 

4.098

4.826

17,8

davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend

 

−30

54

 

 

−12

295

 

davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend (Konzernergebnis)

 

613

453

−26,1

 

4.110

4.531

10,2

Konzernumsatz legt wpb. um 3,5 % zu

Der Umsatz des Bayer-Konzerns erhöhte sich 2016 wpb. um 3,5 % auf 46.769 Mio. € (nominal +1,5 %), davon entfielen 4.809 Mio. € auf Deutschland. Unsere Life Sciences umfassen bei Bayer die Bereiche Gesundheit und Agrarwirtschaft und beschreiben den Bayer-Konzern ohne seine rechtlich eigenständige Tochtergesellschaft Covestro. Zu den Life-Science-Bereichen gehören die Divisionen Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science sowie die Geschäftseinheit Animal Health. -Bereiche trugen mit einer Steigerung von wpb. 4,7 % auf 34.943 Mio. € zum Gesamtumsatz bei.

Der Umsatz von Pharmaceuticals erhöhte sich wpb. erfreulich um 8,7 % auf 16.420 Mio. €. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung leisteten weiterhin unsere Hauptwachstumsprodukte. Auch Consumer Health konnte den Umsatz wpb. um 3,5 % auf 6.037 Mio. € ausweiten. Das Geschäft von Crop Science erreichte mit einem Umsatz von 9.915 Mio. € trotz eines schwachen Marktumfelds das Vorjahresniveau (wpb. +0,1 %). Bei Animal Health stieg der Umsatz wpb. um 4,8 % auf 1.523 Mio. €. Der Umsatz von Covestro lag mit 11.826 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (wpb. 0,0 %).

Umsatzveränderung

 

 

Life Sciences

 

Konzern

 

 

2015

2016

 

2015

2016

 

 

in %

in %

 

in %

in %

Vorjahreswerte angepasst

Menge

 

5,1

3,9

 

4,4

4,2

Preis

 

0,6

0,8

 

−1,7

−0,7

Währung

 

5,0

−2,2

 

5,8

−2,0

Portfolio

 

5,0

0,0

 

3,6

0,0

Gesamt

 

15,7

2,5

 

12,1

1,5

Die Herstellungskosten sanken im Geschäftsjahr 2016 um 3,5 % auf 20.295 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch geringere Rohstoffkosten bei Covestro. Der Anteil der Herstellungskosten am Gesamtumsatz ist damit im Vergleich zum Vorjahr auf 43,4 % (Vorjahr: 45,7 %) zurückgegangen. Die Vertriebskosten beliefen sich auf 12.474 Mio. € (+1,6 %). Dies entspricht einem Vertriebskostenanteil von 26,7 % (Vorjahr: 26,6 %). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) stiegen um 9,2 % auf 4.666 Mio. €. Dies ist vor allem auf höhere Investitionen in F&E bei Pharmaceuticals zurückzuführen. Bezogen auf den Umsatz ergab sich somit eine F&E-Quote von 10,0 % (Vorjahr: 9,3 %). Bei den allgemeinen Verwaltungskosten verzeichneten wir einen Anstieg von 7,8 % auf 2.256 Mio. €, insbesondere bedingt durch den Aufbau von Verwaltungsfunktionen bei Covestro. Damit wuchs der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten am Gesamtumsatz auf 4,8 % (Vorjahr: 4,5 %). Der deutlich verringerte Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen in Höhe von –36 Mio. € (Vorjahr: –166 Mio. €) resultierte vor allem aus positiven Effekten aus Derivaten zur Sicherung von geplanten Umsätzen.

EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich verbessert

+10,2 %

Wachstum des EBITDA vor Sondereinflüssen

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns stieg um 10,2 % auf 11.302 Mio. € (Vorjahr: 10.256 Mio. €). Pharmaceuticals verbesserte das EBITDA vor Sondereinflüssen um 13,8 % auf 5.251 Mio. € (Vorjahr: 4.616 Mio. €). Der deutliche Ergebniszuwachs ist im Wesentlichen auf die gute Geschäftsentwicklung – insbesondere unserer Hauptwachstumsprodukte – zurückzuführen. Bei Consumer Health verringerte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen um 3,1 % auf 1.411 Mio. €. Die gute Geschäftsentwicklung und Kostensynergien konnten die höheren Herstellungskosten und negative Währungseffekte von etwa 65 Mio. € nur teilweise ausgleichen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science erreichte mit einer Veränderung um +0,6 % auf 2.421 Mio. € das Niveau des Vorjahres. Einem positiven Währungseffekt von rund 140 Mio. € und gestiegenen Verkaufspreisen standen vor allem geringere Absatzmengen, höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie höhere Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Animal Health lag mit einer Veränderung um +0,6 % ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres, während Covestro eine deutliche Steigerung des EBITDA vor Sondereinflüssen um 19,6 % auf 1.984 Mio. € verzeichnete.

Abschreibungen und Sondereinflüsse

Im Geschäftsjahr 2016 stiegen die Abschreibungen und Wertminderungen um 12,3 % auf 3.743 Mio. € (Vorjahr: 3.332 Mio. €). Sie setzten sich aus Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte von 2.235 Mio. € (Vorjahr: 1.802 Mio. €) sowie Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen von 1.508 Mio. € (Vorjahr: 1.530 Mio. €) zusammen. Wertminderungen in Höhe von 566 Mio. € (Vorjahr: 136 Mio. €) wurden als Sondereinflüsse berücksichtigt. Das EBITDA belief sich im Berichtsjahr auf 10.785 Mio. €. Zur Ermittlung von EBIT und EBITDA vor Sondereinflüssen haben wir 2016 folgende Sondereffekte berücksichtigt:

Überleitung In der Überleitung werden zum einen Geschäftsaktivitäten berücksichtigt, die keinem anderen Segment (Alle sonstigen Segmente) zugeordnet sind. Hierzu zählen vor allem Dienstleistungen der Servicebereiche Business Services, Technology Services und Currenta. Zum anderen weisen wir in der Überleitung „Konzernfunktionen (Corporate Functions) und Konsolidierung“ aus, die im Wesentlichen die Bayer-Holding-Gesellschaften sowie das Bayer Lifescience Center umfassen. Sondereinflüsse1

 

 

EBIT Q4 2015

EBIT Q4 2016

 

EBIT
2015

EBIT
2016

 

EBITDA Q4 2015

EBITDA Q4 2016

 

EBITDA 2015

EBITDA 2016

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

Vorjahreswerte angepasst

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.

Vor Sondereinflüssen

 

1.037

1.376

 

7.060

8.130

 

1.916

2.179

 

10.256

11.302

Pharmaceuticals

 

−190

−310

 

−299

−558

 

−136

−152

 

−241

−167

Consumer Health

 

−55

−199

 

−237

−292

 

−52

−38

 

−234

−115

Crop Science

 

301

−39

 

222

−143

 

295

−37

 

222

−141

Animal Health

 

−19

−5

 

−64

−7

 

−8

−4

 

−30

−6

Überleitung

 

−9

−34

 

−109

−88

 

−9

−34

 

−109

−88

Restrukturierung

 

−9

−34

 

−76

−83

 

−9

−34

 

−76

−83

Rechtsfälle

 

 

−32

−5

 

 

−32

−5

Neubewertung sonstiger Forderungen

 

 

−1

 

 

−1

Summe Sondereinflüsse Life Sciences

 

28

−587

 

−487

−1.088

 

90

−265

 

−392

−517

Covestro

 

−144

 

−332

 

−128

 

−291

Summe Sondereinflüsse

 

−116

−587

 

−819

−1.088

 

−38

−265

 

−683

−517

davon Herstellungskosten

 

−169

−193

 

−440

−412

 

−144

−53

 

−363

−93

davon Vertriebskosten

 

−118

−221

 

−198

−317

 

−107

−39

 

−183

−99

davon Forschungs- und Entwicklungskosten

 

−51

−18

 

−67

−84

 

−9

−17

 

−23

−50

davon Allgemeine Verwaltungskosten

 

−43

−69

 

−203

−185

 

−43

−69

 

−203

−185

davon Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen

 

265

−86

 

89

−90

 

265

−87

 

89

−90

Nach Sondereinflüssen

 

921

789

 

6.241

7.042

 

1.878

1.914

 

9.573

10.785

EBIT

Das EBIT ist 2016 um 12,8 % auf 7.042 Mio. € gestiegen. Darin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 1.088 Mio. € (Vorjahr: 819 Mio. €). Diese resultierten im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte in Höhe von 561 Mio. €, Aufwendungen in Verbindung mit Effizienzsteigerungsprogrammen in Höhe von 242 Mio. € sowie Kosten für die Integration erworbener Geschäfte in Höhe von 100 Mio. €. Weitere Sonderaufwendungen entfielen auf die Vorsorge für Rechtsfälle in Höhe von 94 Mio. € sowie auf die vereinbarte Akquisition von Monsanto in Höhe von 86 Mio. €. Das EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 15,2 % auf 8.130 Mio. € (Vorjahr: 7.060 Mio. €).

+12,8 %

Steigerung des EBIT

Konzernergebnis um 10,2 % gestiegen

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von –1.155 Mio. € (Vorjahr: –1.005 Mio. €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 5.887 Mio. € (Vorjahr: 5.236 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete u. a. ein Zinsergebnis von –548 Mio. € (Vorjahr: –455 Mio. €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 294 Mio. € (Vorjahr: 287 Mio. €) sowie Kurssicherungskosten in Höhe von 193 Mio. € (Vorjahr: 254 Mio. €). Nach Abzug eines Steueraufwands von 1.329 Mio. € (Vorjahr: 1.223 Mio. €) erzielten wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 4.826 Mio. €. (Vorjahr: 4.098 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich ein Konzernergebnis von 4.531 Mio. € (Vorjahr: 4.110 Mio. €; +10,2 %).

Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie um 7,3 % gesteigert

Das Ergebnis je Aktie (gesamt) verbesserte sich um 9,5 % auf 5,44 €. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus Fortzuführendes Geschäft Im Gegensatz zum nicht fortgeführten Geschäft werden bei der Umsatz- und Gewinnausweisung aus fortzuführendem Geschäft nur diejenigen Geschäftstätigkeiten einbezogen, die auch künftig zu den operativen Geschäften gezählt werden können. erhöhte sich um 7,3 % auf 7,32 €. Im November 2016 hat Bayer eine Pflichtwandelanleihe in Höhe von 4 Mrd. € unter Ausschluss der Bezugsrechte bestehender Aktionäre der Gesellschaft platziert. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien erhöht sich nach IAS 33.23 ab dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses der Pflichtwandelanleihe und ist bei der Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie zu berücksichtigen. Die neu einzubeziehende gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien basiert auf dem Mindest-Wandlungspreis von 90 €, aus dem sich ein Höchst-Wandlungsverhältnis ergibt.

Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“1

 

 

Q4 2015

Q4 2016

 

2015

2016

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

Vorjahreswerte angepasst

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.

EBIT (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

921

789

 

6.241

7.042

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten

 

529

724

 

1.802

2.235

Wertminderungen / Wertaufholungen von Sachanlagen

 

55

14

 

115

35

Sondereinflüsse (ohne Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen)

 

38

265

 

683

517

„Core EBIT“

 

1.543

1.792

 

8.841

9.829

Finanzergebnis (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

−164

−252

 

−1.005

−1.155

Sondereinflüsse Finanzergebnis

 

−120

−61

 

−150

−105

Ertragsteuern (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

−166

−119

 

−1.223

−1.329

Sondereinflüsse Ertragsteuern

 

−39

 

−39

Steuereffekte bezogen auf Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen und Sondereinflüsse

 

−149

−294

 

−755

−838

Ergebnis nach Ertragsteuern auf nicht beherrschende Anteile entfallend (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

30

−54

 

12

−295

Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil der oben dargestellten Anpassungen

 

−39

−3

 

−39

−13

Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft

 

896

1.009

 

5.642

6.094

 

 

in Stück

in Stück

 

in Stück

in Stück

Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien

 

826.947.808

849.167.808

 

826.947.808

832.502.808

 

 

in €

in €

 

in €

in €

Bereinigtes Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft „Core EPS“

 

1,08

1,19

 

6,82

7,32

Bereinigtes Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführtem Geschäft „Core EPS“

 

0,10

 

0,13

0,41

Bereinigtes Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft „Core EPS“

 

1,08

1,29

 

6,95

7,73

Online-Ergänzung: A 2.2.1-1

eingeschränkt geprüft

Entwicklung im 4. Quartal 2016

Der Konzernumsatz stieg im 4. Quartal 2016 wpb. um 4,8 % auf 11.820 Mio. € (nominal +4,7 %). Davon entfielen 1.103 Mio. € auf Deutschland.

Konzernziele 2016

Wachstum und Profitabilität

Der Umsatz von Pharmaceuticals verbesserte sich wpb. um 7,1 % auf 4.275 Mio. € (nominal +7,3 %), insbesondere aufgrund der starken Geschäftsentwicklung unserer Hauptwachstumsprodukte. Consumer Health steigerte den Umsatz wpb. um 4,4 % auf 1.539 Mio. € (nominal +2,2 %). Der Umsatz von Crop Science lag mit einer Veränderung wpb. um −1,6 % auf 2.404 Mio. € leicht unter Vorjahr (nominal +0 %). Animal Health erzielte einen Umsatzanstieg um 3,1 % auf 329 Mio. €. Insgesamt belief sich der Umsatz der Life-Science-Bereiche auf 8.823 Mio. € (wpb. +3,6 %). Der Umsatz von Covestro erhöhte sich wpb. um 8,6 % auf 2.997 Mio. € (nominal +8,0 %).

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns verbesserte sich im 4. Quartal 2016 um 13,7 % auf 2.179 Mio. € (Vorjahr: 1.916 Mio. €). Bei Pharmaceuticals stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen um 12,2 % auf 1.217 Mio. € (Vorjahr: 1.085 Mio. €). Der Ergebniszuwachs ist auf die sehr gute Geschäftsentwicklung – insbesondere unserer Hauptwachstumsprodukte – zurückzuführen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health sank um 3,4 % auf 372 Mio. €. Bei Crop Science erhöhte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen geringfügig um +1,2 % auf 351 Mio. € (Vorjahr: 347 Mio. €). Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Covestro stieg deutlich um 45,1 % auf 373 Mio. € (Vorjahr: 257 Mio. €).

Das EBIT des Bayer-Konzerns verringerte sich im 4. Quartal 2016 um 14,3 % auf 789 Mio. € (Vorjahr: 921 Mio. €). Darin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 587 Mio. € (Vorjahr: 116 Mio. €). Diese resultierten im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte in Höhe von 330 Mio. €, Aufwendungen in Verbindung mit Effizienzsteigerungsprogrammen in Höhe von 104 Mio. € sowie Aufwendungen für Rechtsfälle in Höhe von 85 Mio. €. Weiterhin enthalten waren Kosten in Verbindung mit der vereinbarten Akquisition von Monsanto in Höhe von 34 Mio. € sowie für die Integration erworbener Geschäfte in Höhe von 30 Mio. €. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 32,7 % auf 1.376 Mio. € (Vorjahr: 1.037 Mio. €).

Umsatzerlöse, EBIT und EBITDA vor Sondereinflüssen Bayer-Konzern pro Quartal

 

 

Q1

 

Q2

 

Q3

 

Q4

 

Gesamt

 

 

2015

2016

 

2015

2016

 

2015

2016

 

2015

2016

 

2015

2016

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

Umsatzerlöse

 

11.793

11.854

 

12.003

11.833

 

11.004

11.262

 

11.285

11.820

 

46.085

46.769

EBIT

 

1.925

2.320

 

1.823

2.138

 

1.572

1.795

 

921

789

 

6.241

7.042

EBITDA vor Sondereinflüssen

 

2.922

3.387

 

2.888

3.054

 

2.530

2.682

 

1.916

2.179

 

10.256

11.302

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von –252 Mio. € (Vorjahr: –164 Mio. €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 537 Mio. € (Vorjahr: 757 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere ein Zinsergebnis von –147 Mio. € (Vorjahr: –46 Mio. €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von –85 Mio. € (Vorjahr: –67 Mio. €) sowie Kurssicherungsgewinne in Höhe von 39 Mio. € (Vorjahr: Kurssicherungsverluste von 67 Mio. €). Im Zinsergebnis des Vorjahres waren Zinserträge in Höhe von 109 Mio. € in Verbindung mit einem Rechtsfall (DOW) enthalten. Nach Abzug eines Ertragsteueraufwands von 119 Mio. € sowie nach Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 4. Quartal ein Konzernergebnis von 453 Mio. € (Vorjahr: 613 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie verringerte sich auf 0,53 € (Vorjahr: 0,74 €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie für das fortzuführende Geschäft erhöhte sich auf 1,19 € (Vorjahr: 1,08 €).

Der Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (gesamt) erhöhte sich deutlich um 45,6 % auf 2.732 Mio. € (Vorjahr: 1.877 Mio. €) und resultierte im Wesentlichen aus höherer Mittelfreisetzung im Working Capital Unter Working Capital wird die Differenz zwischen kurzfristigem Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten verstanden. Es wird berechnet durch den Abzug der kurzfristigen Verbindlichkeiten vom Umlaufvermögen (exklusive liquider Mittel). Die Veränderung des Working Capital wird in der
Kapitalflussrechnung zur Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens herangezogen. Ziel des Working-Capital-Managements ist eine geringere Kapitalbindung durch die Minimierung der „Finanzierungslücke“, die durch den Zeitraum zwischen Geldausgang (= Zahlung der benötigten Rohstoffe) und Geldeingang für das Fertigprodukt entsteht.
. Im 4. Quartal haben wir Ertragsteuern in Höhe von –119 Mio. € (Vorjahr: –166 Mio. €) gezahlt. Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich im 4. Quartal 2016 um 4 Mrd. € auf 11,8 Mrd. € (30. September 2016: 15,8 Mrd. €), vor allem durch Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit und der Begebung einer Pflichtwandelanleihe. Die Nettopensionsverpflichtungen verringerten sich im Vergleich zum 30. September 2016 um 3,4 Mrd. € auf 11,1 Mrd. €, im Wesentlichen infolge gestiegener langfristiger Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen.